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Christuskirche
Die Christuskirche (erbaut 1350-1450) ist eine spätgotische Anlage mit ungleichmäßigem Langhaus und einem in der Breite des Hauptschiffes fortgeführten Ostchores. Sie besteht im wesentlichen aus Tuffsteinmauerwerk mit Werkstücken aus Trachyt und Basaltlava, die Länge beträgt 50,60 mtr., die Breite des Langhauses 14.00 mtr.. Im Inneren der Kirche stehen wir in einer lichtdurchfluteten Halle mit eindrucksvoller Schlichtheit und Großräumigkeit: Eine hervorragende einheitliche Raumwirkung. Das außen vom Hauptschiff abgesetzte Seitenschiff ist innen völlig in den Hauptraum integriert. Die weiten Arkadenöffnungen zwischen schlanken profilierten Pfeilern reichen hoch in die Gewölbe hinein.
Die Kirche kann als das Werk einer hochstehenden Bauhütte angesehen werden. Dem Streben der Bettelorden nach Einfachheit und Beschränkung, vor allem auf eine turmlose und enggeschlossene Baugruppe, setzte sie eine großzügige Gestaltung und feingliedrige Ausführung entgegen. Die alte Ausstattung ist fast ganz verloren; außer einigen Grabsteinen und den zahlreichen auf die Gewölbekappen gemalten Stifterwappen aus der Bauzeit sind im Chor die Reste eines 1955 wiederentdeckten Nischengrabmales aus dem 14. Jahrhundert beachtenswert. Es handelt sich hierbei um eine Kreuzigungsgruppe mit 2 Stifterfiguren, die leider schon stark beschädigt sind. Die Kirche stand in einem engen Zusammenhang mit den Ordenskirchen in Köln und am Niederrhein. Sie zählt zu den bedeutenden rheinischen Minoritenkirchen und gilt als die größte und besterhaltene im Mittelrheingebiet.
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