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3000 Schritte extra durch das historische Andernach
Deutschland wird fit - Gehen Sie mit !
Getreu dem Motto der Kampagne:"Deutschland wird fit - gehen Sie mit" - gehen die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und mit ihr viele Prominente bei Geh-Aktionen mit gutem Beispiel voran. Teilen Sie uns Ihre schönsten "3000 Schritte" mit. Gerne leihen wir Ihnen zum Abmessen Ihres Spazierganges einen Schrittzähler. Die schönsten Vorschläge gewinnen je einen Schrittzähler. Jetzt wünschen wir Ihnen viel Spaß bei unseren "3000 Schritte extra durch das historische Andernach".


Sie starten Ihren Rundgang von der Tourist-Information Andernach.net in der Läufstraße 4. Vom Eingang der Tourist-Information gehen Sie links über den Zebrastreifen in Richtung Stadtmauer.
Nach ca. 70 Schritten erreichen Sie das „Läufkreuz“.
Das „Läufkreuz“ war ursprünglich das Kruzifix vom Elendenfriedhof des 1841 aufgelassenen städt. Hospitals. Aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammt der überlebensgroße und realistisch gestaltete Korpus.
Weiter geht’s, wieder zurück an der Touristinformation und dem Rathaus der Stadt Andernach vorbei, zur Christuskirche, die Sie etwa nach 150 Schritten erreichen.
Die Christuskirche (erbaut 1350-1450) ist eine spätgotische Anlage mit ungleichmäßigem Langhaus und einem in der Breite des Hauptschiffes fortgeführten Ostchores. Sie besteht im wesentlichen aus Tuffsteinmauerwerk mit Werkstücken aus Trachyt und Basaltlava, die Länge beträgt 50,60 mtr., die Breite des Langhauses 14.00 mtr.. Im Inneren der Kirche stehen Sie in einer lichtdurchfluteten Halle mit eindrucksvoller Schlichtheit und Großräumigkeit. Die Kirche stand in einem engen Zusammenhang mit den Ordenskirchen in Köln und am Niederrhein. Sie zählt zu den bedeutenden rheinischen Minoritenkirchen und gilt als die größte und besterhaltene im Mittelrheingebiet.
Von dort aus geht es in ca. 100 Schritten weiter zum Stadtmuseum, welches sich in der Hochstraße 99 befindet.
Das Andernacher Stadtmuseum wurde 1936 als "Heimatmuseum" in dem Ende des 16. Jahrhunderts erbauten Haus von der Leyen eröffnet und stellt eines der schönsten Häuser der Stadt dar. Der ehemalige Stadtpalast des Oberamtmanns Georg von der Leyen ist ein hervorragendes Zeugnis für die aufwendige Architektur in der Spätrenaissance. Besonders der Portikus beeindruckt mit seinen vielfältigen Zitaten griechisch, römischer Bautradition.
Im Stadtmuseum werden heute vornehmlich in Form von Sonderausstellungen spezielle Themen zur Geschichte der Stadt Andernach und ihres Umlandes behandelt. Als Dauerausstellung werden im Erdgeschoss des Museums die römische Geschichte Andernachs und seines Hafens, der als Drehscheibe des Steinhandels gilt, dargestellt. Ferner werden die frühchristlichen Grabsteine des 7. Jahrhunderts gezeigt, die bei Ausgrabungen in Andernach entdeckt worden sind. Ein Besuch lohnt allemal.
Vom Eingang des Stadtmuseums aus, überqueren Sie links die Hochstraße. Nach etwa 250 Schritten gelangen Sie zur Stadtburg.
Die Stadtburg der Erzbischöfe von Köln
Für Kriegsdienste in Italien erhielt Rainald von Dassel, Erzbischof von Köln, vom Kaiser Friedrich Barbarossa 1167 die Stadt Andernach mitsamt dem lukrativen Rheinzoll geschenkt.
Um die aufrührerischen Andernacher in Zaum halten zu können, ließen er und seine Nachfolger an strategisch günstiger Stelle eine Stadtburg errichten, die mit einem Wassergraben rundum geschützt war und das benachbarte Koblenzer Tor und den nahen Rheinzoll decken konnte.
Mehrmals im 14. Jh. wurde die Burg von aufständischen Zünften angegriffen, zerstört und wiederaufgebaut. Erst durch die Kriege im 17. Jh. wurde die Anlage zum Teil zerstört.
Auf Wunsch ist es möglich, im kurkölnischem Burgfried in mitten der traumhaften Kulisse den Bund fürs Leben zu schließen.
Wenn Sie den „Schlossgarten“, wie die Einheimischen die Burganlage nennen, über die Schlossbrücke verlassen, ragen nach ca. 80 Schritten unmittelbar nördlich der Burg die Reste der „Burgpforte“ (erbaut im 12. und 13. Jahrhundert) , des sogenannten „Koblenzer Tores“ vor Ihnen auf. 
Diese mächtige Toranlage erfüllte eine doppelte Wehrfunktion. Sie sicherte die Burg und befestigte zugleich den Hauptzugang bzw.- ausgang der wichtigen Durchgangsstraßen von Köln nach Koblenz, die heutige Hochstraße.
Sie spazieren weiter in Richtung Rhein durch eine Platanenallee entlang der renovierten Wehrmauer. Nach ca. 450 Schritten erreichen Sie das „Bollwerk“, welches direkt am Rhein liegt. 
Das Bollwerk
Um nach dem Abriss des mittelalterlichen Zollturms auch weiterhin den Rheinzoll von den passierenden Schiffen erheben zu können, wurde 1659 bis 1661 auf Veranlassung des Kurfürsten Maximilian Heinrich eine Bastion erbaut, die mit befestigter spitzwinkliger Nase zum Rhein hin und einer tonnengewölbten Durchfahrt versehen war.
Mit Kanonen bewehrt bewachte sie den Schiffsverkehr auf dem Rhein. Heute beherbergt sie ein 1970/71 erneuertes Ehrenmal für die Opfer der beiden Weltkriege.
Ihr Spaziergang führt Sie weiter durch die Rheinanlagen in Richtung „Rheintor“, welches nach ca. 650 Schritten Ihr Ziel ist.
Das Rheintor
Durch dieses alte Tor, das früher Kornpforte genannt wurde, geht man auch heute noch vom Rheinufer aus in die Stadt.
Das um 1200 erbaute Rheintor zeugt als eines der beiden erhaltenen Doppeltore von "moderner" mittelalterlicher Verteidigungsstrategie.
Im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut, blieb es 1820, als die nördliche Stadtmauer niedergelegt wurde, nur durch eine neue Umbaumaßnahme erhalten.
Wegen der Anhebung des Straßenniveaus musste aus dem inneren Tor ein höherer Bogen ausgebrochen werden, der vordere Teil wurde ganz abgetragen und nach Plänen des 17. Jh. wiederaufgebaut. Am inneren Tor stehen noch immer romanische Krieger aus Tuffstein Wache, die im Volksmund liebevoll "die Andernacher Bäckerjungen" genannt werden, nach der im 19. Jh. aufgezeichneten Sage.
450 Schritte weiter entlang der „Konrad-Adenauer-Allee“ gelangen Sie zum Wahrzeichen der Stadt Andernach, dem „Runden Turm“.
Aus jeglicher Richtung, schon von weitem zu sehen ist das Wahrzeichen unserer Stadt, der Runde Turm. Mit seiner Höhe von 56 Metern bis zur Turmspitze gehört er zu den gewaltigsten mittelalterlichen Wehrtürmen Deutschlands.
Der Stadtrat ließ dieses imposante Bauwerk 1440 bis 1453 auch als Zeichen bürgerlichen Selbstbewusstseins errichten. Die äußerst solide Ausführung mit vier Meter dicken Mauern bescherte den französischen Soldaten des Sonnenkönigs Ludwig XIV. im Pfälzer Erbfolgekrieg 1689 eine herbe Enttäuschung, hielt er doch ihrem Sprengungsversuch mühelos Stand.
Vom Eingang des „Runden Turms“ aus, überqueren Sie die Hochstraße in Richtung Innenstadt. Rechter Hand gelangen Sie über die Kirchstraße nach ca. 400 Schritten zum Portal des Mariendoms.
Mariendom
Die kath. Pfarrkirche Maria Himmelfahrt 
Als 1198 bei einer kriegerischen Auseinandersetzung die frühromanische Kirche bis auf den freistehenden Glockenturm zerstört wurde, nahm der Trierer Erzbischof Johann, der das Patronatsrecht in Andernach innehatte, die Gelegenheit wahr, um im Territorium des Kölner Erzbischofs einen imposanten Neubau errichten zu lassen.
Mit ihren vier Türmen beherrscht die dreischiffige Emporenbasilika zusammen mit dem benachbarten Runden Turm das Stadtbild.
Der Reichtum der verschiedenen Zierformen und der rhythmische Wandaufbau sowohl der Apsis als auch der Westfassade machen sie zu einer der schönsten romanischen Kirchen am Mittelrhein.
Die reiche Ausmalung im Innern beeindruckt ebenso wie die verschiedenen Ausstattungsstücke aus verschiedenen Jahrhunderten.
Wählen Sie auf Ihrem weiteren Weg die Strecke durch das „Kirchgässchen“, den „Steinweg“ und die „Marktgasse“ auf den Marktplatz. Nach so viel Historie und Bewegung, bietet der Markplatz ausreichend Gelegenheit für eine Erfrischung.
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